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Die neuen Trends im Kunsthandwerk

Von Gudy Herder  – 

Die neuen Trends im Kunsthandwerk
Extremstricken, Wandbehänge weben, mit Papier Kunstwerke
kreieren oder mit hängenden Pflanzen exotische Rauminszenierungen
schaffen – keine Frage: Handwerk liegt im Trend und Do-it-yourself
erst recht. Was kommt wohl als nächstes?

Natürlich gibt es einen feinen Unterschied zwischen Handwerk und Kunsthandwerk.
Was aber beide verbindet ist der zunehmende Wunsch, seinen Gefühlen eine Form zu
geben und der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen. Die nötigen Fertigkeiten dazu,
lassen sich lernen!

Die aktuellen Trends im Kunsthandwerk werden ohne Zweifel von historischen und
traditionellen Techniken beeinflusst. Hier drei Beispiele:

1 // KINTSUGI

Die Weltwirtschaftskrise hat die Märkte verändert und damit auch ihre Produkte und
Dienstleistungen. Ein Resultat ist  sicherlich ein bewussterer Konsum. Vielleicht erleben
wir gerade den Beginn einer neuen Ära. Recycling und Upcycling – die Veredelung von
Altem – mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit werden noch wichtiger. Besonders
interessant dabei: das eigene Zuhause wird zur Kreativwerkstatt. Sicherlich ein Grund,
weshalb die so genannte „Generation Etsy“ in den letzten vier bis fünf Jahren so
trendbestimmend war.




Kintsugi
Link: kintsugi.jp



Sweet Paul Mag
sweetpaulmag.com



Arttatler
arttattler.com

Upcycling bedeutet die Wiederverwendung von Materialen unter besonderer Berücksichtigung
ihrer speziellen Eigenschaften. So geht es bei asiatischen Techniken wie dem japanischen
Kintsugi darum, mit Hilfen von Lack und pulverisiertem Gold, Silber oder Platin aus zerbrochener
Keramik, wunderbare neue Stücke zu machen. Material kunstvoll zu zerstören, ist Teil der
Wabi Sabi Philosophie, in deren Zentrum Unvollkommenheit und Unregelmäßigkeit steht.
Mittlerweile bekommt man schon Kintsugi-Bausätze, um das eigene zerbrochene Geschirr
elegant zu reparieren. Inspiriert von der Ästhetik der goldenen Risse sind inzwischen auch
andere Bereiche, wie beispielsweise Mode und Kosmetik.

2// PUJAGI

Pojagi, die koreanische Tradition Stoffe zusammenzufügen, hat sich in den letzten Jahren auch
die westliche Kunstszene zu eigen gemacht. Und das mit verschiedenen Techniken und in der „Fiber Art“.

Auf diese Art gestaltete Stoffe wurden seit jeher verwendet, um Geschenke sowie Lebensmittel
zu verpacken oder zu besonderen Anlässen Quilts und zeremonielle Kleidung zu verhüllen.
Ursprünglich wurden diese Tücher aus Stoffresten gemacht, die man auf unterschiedliche Weise
zusammennähte. Dadurch entstanden faszinierende Kompositionen, besonders dann, wenn mit
halbtransparenten Stoffen wie Organza und Seide gearbeitet wurde.




Unha E
flickr.com




Designmeem
etsy.com



Muckenthaler Gallery
themuck.org


3 // STICKKUNST

Das Sticken als feine Handwerkskunst hat sich im Grunde seit Hunderten von Jahren
 kaum verändert – aber selbst hier gibt es Neuigkeiten und spannende zeitgenössische
Interpretationen eines alten Themas. Wie bei vielen anderen Handwerkstechniken, kann
man auch mit Nähen und Sticken Gefühle und Gedanken ausdrücken.

I


Izziyana Suhaimi
izziyanasuhaimi.com



Jose Romussi
joseromussi.com



Ana Teresa Barboza
anateresabarboza.blogspot.com.es

In der Stickkunst arbeitet man heute mit vielfältigen Techniken wie zum Beispiel Bleistiftzeichnungen oder
Aquarell (Izziyana Suhaimi), dem Sticken von Mustern und Wörtern über Fotografien und Zeitschriftenseiten
hinweg (Jose Romussi) oder man erlebt die spannende Verbindung aus Wandteppich und Skulptur (Ana Teresa Barboza).

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und ich bin sehr gespannt, ob diese drei Techniken vielleicht zu neuen
Trends beitragen, die dann von Do-it-Yourself-Handwerkern aufgegriffen werden.


Gudy Herder, Eclectic Trends (eclectictrends.com)



BOEN empfiehlt: BOEN Eiche Pearl mit ihrem schlimmernden Glanz und die fast "farblose" BOEN Esche Polar.








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